Landingpage Optimierung, Online Marketing und Performance Marketing Blog

5 Regeln für erfolgreiche Landingpages

Hohe Conversion Rates auf Landingpages sind kein Zufall. Wer seine Landingpages nach den Denkmustern seiner Besucher aufbaut, der überzeugt schneller und erhält die gewünschten Konversionen. Die folgenden 5 Faktoren sind dabei eine erste Orientierung für die grundlegenden Erfolgsparameter von hochperformanten Landingpages.


Regel 1 – Kongruenz zwischen Werbemittel und Landingpage

Hohe Conversion Rates erreichen jene Landingpages, die den Gandanken der vorgeschalteten Werbemittel übernehmen. Ein häufig auftretender Fehler bei vielen Landingpages ist, dass Keywords von Adwords auf der Landingpage nicht in der Headline oder im Seitentitel vorkommen. Bei Bannerkampagen passiert es häufig, dass die Bilderwelten und der grafische Stil sich nicht ähneln.

Die Wiederholung des Keywords und der grafischen Elemente von Bannern auf der Landingpage hat den Zweck, einen mentalen Anker zu setzen. Dieser Anker ist ein Wiederanknüpfungspunkt, der dem User mitteilt: „Ich bin auf der richtigen Seite gelandet.“

Dieses mentale „abhaken“ geschieht in Bruchteilen von Augenblicken. Ab nun kümmert sich der Besucher um die Inhalte und der „Verkauf“ kann beginnen.

Fehlt der Anker, wird vom Besucher zuerst Zeit damit verwendet, zu prüfen, ob die Seite das richtige Angebot enthält. Wertvolle Zeit verstreicht, in der dem Besucher bereits erste Vorteile des Angebots unterbreitet werden hätten können. Der Conversion Prozess verlangsamt sich in diesem Fall bereits von Anfang an.

AdWords Anzeige - Appartment Kitzbühel

Die Suche nach “Appartements Kitzbühel” bringt den User von Ad Nr3 auf diese Landingpage.

AdWords Landingpages

Fazit:Gut gemacht! Auch wenn das Keyword fehlt, so ist zumindest der Gedanke getroffen worden.

Landingpage – Beispiel 2

Das Werbemittel liefert einen Teaser für ein Angebot in Ägypten

Landingpage Ägypten

Hier wird nicht nur einfach Geld verbraten, sondern auch das Image des Anbieters sinkt beim Besucher.


Regel 2- Klares Angebot formulieren

Die beste Möglichkeit im Web zu kommunizieren ist, klar und deutlich zu sagen, worum es geht. Gerade auf Landingpages muss diese Regel noch stringenter umgesetzt werden. Dazu müssen folgende Fragen in genau dieser Reihenfolge beantwortet werden:

  • Was hast du als Kunde davon (Vorteile)
  • Was wird angeboten (Features)
  • Welche Konditionen gelten (Preis)
  • Wie kannst du es erhalten (Call to Action)

Mit diesen Fragen sagen Sie deutlich, was Sie anbieten, was der Kunde davon hat und zu welchen Konditionen er es erhält. Das schafft Vertrauen. Und Vertrauen verkauft.

Adwords Zahnbleaching

Das Adword verspricht ein Preisgünstiges Produkt. Wir klicken, und kommen auf diese Landingpage.

Landingpage Zahnbleaching

Das Produkt ist nur mäßig beschrieben. Würden die Vorteile nochmals klar kommuniziert werden, kann die Conversion Rate rasch erhöht werden.


Regel 3 – Textdesign von Landingpages optimieren

Wir Menschen lesen auf 3 Arten vom Bildschirm. Wir skimmen, scannen und readen. Sehen wir uns die einzelenen Lesearten im Detail an. Das hilft bei der Gestaltung des Landingpageinhalts.

Skimming

Beim Skimmen wird die Website oberflächlich nach visuellen Hotspots (Gazespots) abgesucht. Ist eine Landingpage korrekt designt so ist man in der Lage, seine Besucher aktiv zu lenken und jene Botschaft zu verankern, die für die Conversion wichtig ist.
Typische Skimming Elemente der Landingpage sind:

  • Headlines
  • Bilder
  • Auffällige Elemente
  • Call to Action
  • Buttons

Dabei ist es wichtig, dass sich die Elemente voneinander unterscheiden und nicht gegenseittig im Wettbewerb stehen. Als erste Orientierung hilft dabei Fitts Law.

Scanning

Beim Scannen werden auffällige Elemente der zweiten Ordnung kurz betrachtet und fixiert. Typische Elemente der Landingpage dafür sind

  • Leadtexte,
  • Links in Texten,
  • Bildunterschriften,
  • Zwischenheadlines (H2-H4)
  • Die ersten und letzten Elemente von Aufzählungslisten

Reading

Beim „Readen, also Lesen am Bildschirm werden Inhalte aktiv und konzentriert durchgelesen. Das sind im speziellen jenen Passagen einer Landingpage, die für die genauere Erklärung des Angebots zuständig sind.

  • Fließtext
  • Absätze
  • Mittleren Elemente von Aufzählungslisten
  • Textinhalte und
  • Bilddetails

Trotz der erhöhten Aufmerksamkeit werden jedoch nur rund 70% des Inhalts beim aktiven Lesen aufgenommen.
Daraus lässt sich eine einfach grundlegende Regel ableiten. Einfache Formulierungen ohne Synonyme und Kunstwörter erhöhen die Verständlichkeit bei Ihren Besuchern.
Mit diesem Wissen im Hintergrund lässt sich recht einfach der Aufbau einer Landingpage ableiten. Zuerst sind Skimming-Elemente wie Überschriften und Bilder zu positionieren. Diese Elemente sind schnell zu erfassen und der User versteht sofort worum es geht.
Im Mittelteil der Landingpage kommen die Elemente, die das Scannen unterstützen. Erst gegen Ende der Landingpage werden komplexere Textpassagen gebracht. Das entspricht dem verkaufspsychologischen Aufbau von Argumentationsketten.


Regel 4 – Aufzählungslisten mit Vorteilen versehen.

Viele Landingpages beinhalten Aufzählungslisten, da sie ein praktisches Mittel sind, um Kernaussagen rasch zu vermitteln. Dabei werden häufig Produkteigenschaften, die sogenannten Features aufgezählt.
Besser ist es, wenn zuerst die Vorteile und erst danach die Eigenschaften gebracht werden, verändert das die Entscheidungsposition bei Ihren Kunden.
Werden zuerst die Produkteigenschaften gebracht, dann muss vorausgesetzt werden, dass der potentielle Kunde bereits Vorwissen über das Produkt hat. Nehmen wir als Beispiel einen mp3 Player. Viele Herstelle loben die Speicherkapazität in Gigabyte (GB) aus. Nun muss man wissen, was das bedeutet.
Werden jedoch die Vorteile, also der persönliche Nutzen vorangestellt, so bekommt eine Zahl oder ein Wert eine andere mentale Bewertung. Apple spricht von „Platz für 4.000 Songs“, „Ihre gesamte Musiksammlung“, „Ihren Lieblings CDs“,…

Apple Landingpage - 4000 Songs auf einem Ipod


Regel 5 – First Page is First Step.

Richtige Landpages dienen dazu, einen online Verkaufsprozess zu beginnen. Sie bereiten die Grundlage für eine Geschäftsbeziehung. Viele Landingpages beinhaltenen den gedanklichen Fehler, den Besucher auf das bevorstehende vorbereiten zu müssen. Das ist im Web nicht notwendig. Wenn die Vorteile klar kommuniziert wurden, der Besucher weiß, auf der richtigen Seite zu sein, dann wird auch der Call To Action ausgeführt werden.

Hier ein Beispiel, einer Landingpage mit völlig nutzlosem Inhalt.

Würde gleich hier das Video oder die Microsite geladen werden, würden die Abbruchraten vermutlich im oberen zweistelligen Bereich vermindert werden und die Investition in die Landingpage zahlt sich aus.

Erfolgreiche Landingpages – Fazit

Wer diese 5 Maßnahmen auf seiner Landingpage umsetzt, der kann sich auch über vernünftige Conversion Rates freuen. Denn zusammenfassend ist zu sagen, dass Conversions eher „schnell“ gemacht werden. Daher ist es wichtig, rasch zur Sache zu kommen, schnelle Übersichten mit Vorteilen zu bieten und direkt auf der Landingpage mit dem Conversion Pfad beginnen.


Autor – 5 Regeln für erfolgreiche Landingpages -  Kai Radanitsch

Landingpage Optimierung, Usability - Kai Radanitsch

Kai Radanitsch

Kai Radanitsch ist Usability Fachmann und Geschäftsführer der eBusinessLab GmbH, einem Beratungsunternehmen mit dem Fokus Conversion Rate Optimierung. Im Rahmen der 121Watt Seminarreihe Performance Marketing hält Kai das Seminar Usability und Landingpage Optimierung


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Artikel geschrieben von André Goldmann+:
Seit November 2012 ist André bei der 121WATT für den Bereich Online Marketing, Webentwicklung sowie das Projektmanagement verschiedener Projekte zuständig. Hier im Blog schreibt André zu den Themen: Facebook, SEO, Affiliate Marketing, Social Media & Conversion Optimierung.

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